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Metallischer 3D-Druck – Von der Theorie zur industriellen Praxis

  • 30. Okt. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Metallischer 3D-Druck – Von der Theorie zur industriellen Praxis


Das MakerME3D Special im Oktober 2025 führte die Teilnehmer:innen in eine Welt, die in vorherigen Veranstaltungen bereits theoretisch behandelt wurde, nun aber greifbar wurde: der metallische 3D-Druck. In Kooperation mit der Hochschule Stralsund bot sich der ausgebuchten Gruppe am 9. Oktober die seltene Gelegenheit, direkt vor Ort zu erleben, wie aus digitalem Design und Metallpulver hochpräzise Bauteile für Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik oder Automobilindustrie entstehen.



Forschung zum Anfassen: Die Prozesskette im SLM-Labor


Prof. Fuchs vom Forschungsteam der Hochschule führte die Gruppe durch die aktuellen Forschungsprojekte im Bereich des selektiven Laserschmelzens (SLM). Was in der Theorie oft abstrakt bleibt, wurde hier Schritt für Schritt nachvollziehbar: Die gesamte Prozesskette des metallischen 3D-Drucks konnte live erlebt werden.

Vom eigentlichen Druckvorgang, bei dem ein Hochleistungslaser Metallpulver Schicht für Schicht präzise verschmilzt, bis hin zur oft unterschätzten Pulveraufbereitung: Jeder einzelne Prozessschritt wurde transparent gemacht. Besonders eindrucksvoll war die Erkenntnis, wie entscheidend die Qualität und Wiederverwendbarkeit des Metallpulvers für wirtschaftliche und nachhaltige Produktion ist.



Diskussion mit Praxisbezug: Wo wird SLM wirklich eingesetzt?


Im direkten Austausch mit dem Forschungsteam entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über die Einsatzgebiete des Verfahrens. Wann lohnt sich der Aufwand gegenüber konventioneller Fertigung? Welche Geometrien sind nur mit SLM realisierbar? Und wo liegen noch Grenzen, etwa bei Bauteilgröße, Materialauswahl oder Oberflächengüte?

Die Verbindung von theoretischem Wissen aus früheren MakerME3D-Veranstaltungen mit den praktischen Einblicken vor Ort ermöglichte den Teilnehmer:innen ein tieferes Verständnis dafür, warum metallischer 3D-Druck in bestimmten Branchen unverzichtbar geworden ist und gleichzeitig kein Allheilmittel darstellt.



Brücken bauen: Neue Kooperationen entstehen


Ein besonders erfreuliches Ergebnis der Veranstaltung war der erfolgreiche Kontakt zwischen der Hochschule Stralsund und dem Deutschen Meeresmuseum. Erste Gespräche über mögliche zukünftige Kooperationen wurden angestoßen, ein vielversprechender Austausch, der zeigt, wie interdisziplinär die Maker-Community denkt und arbeitet. Wo könnten metallische Komponenten in musealen Kontexten zum Einsatz kommen? Welche Forschungsansätze aus der Hochschule ließen sich mit kulturellen oder pädagogischen Projekten verbinden? Die Möglichkeiten sind vielfältig.



Technologie trifft Forschung


Die Veranstaltung verdeutlichte eindrucksvoll, dass 3D-Druck längst nicht mehr nur eine Maker-Technologie für Kunststoffprototypen ist. Metallischer 3D-Druck repräsentiert industrielle Zukunft und die Hochschule Stralsund trägt aktiv dazu bei, diese Technologie weiterzuentwickeln. Für die Teilnehmer:innen bot sich nicht nur ein exklusiver Blick hinter die Kulissen der Forschung, sondern auch die Inspiration, additive Fertigung in völlig neuen Dimensionen zu denken: präzise, belastbar und bereit für die anspruchsvollsten Anwendungen.

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