Startups treffen Region
- vor 21 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Wie der Founders Bay Partner Day Innovation nach Mecklenburg-Vorpommern bringt

Wenn unterschiedliche Erfahrungen, Branchen und visionäre Ideen aufeinandertreffen, entsteht die treibende Kraft für die Wirtschaft von morgen. Als Digitalisierungslotsin für das Digitale MV ist es mein tägliches Ziel, genau solche Brücken in unserem Bundesland zu bauen. Wie greifbar und lebendig diese Vernetzung aussieht, war diese Woche beim Partner Day der Founders Bay in der Project Bay in Lietzow auf Rügen zu spüren.
Mehrere Monate lang begleitet die Founders Bay – als erster Startup-Accelerator aus Mecklenburg-Vorpommern – Gründer*innen aus ganz Deutschland auf ihrem Weg von der ersten Idee zum skalierbaren Geschäftsmodell. Mit dem offiziellen Abschluss des mittlerweile achten Batches führte die Reise die Teams erneut dorthin zurück, wo sie begonnen hatte: an die Ostsee.
Der Partner Day brachte unsere starken regionalen Unternehmen, Mentor*innen, Investor*innen und Netzwerkpartner*innen direkt mit den Startups zusammen. Im Mittelpunkt standen dabei keine klassischen Frontalvorträge, sondern echter, ungeschönter Austausch, das gemeinsame Lernen und das Schmieden handfester Kooperationen.
Innovation lebt vom Austausch

Für Mecklenburg-Vorpommern als aufstrebenden Zukunftsstandort sind Formate wie diese ein absoluter Gewinn. Sie bringen frisches Startup-Wissen, neue digitale Perspektiven und innovative Geschäftsmodelle direkt zu uns ins Land. Gleichzeitig erleben Gründer*innen aus den großen Metropolen hautnah das enorme Innovationspotenzial und die Macher-Mentalität ländlicher Räume. Hier knüpfen sie Kontakte in die regionale Wirtschaft, die weit über das eigentliche Programm hinaus Bestand haben. Es zeigt eindrucksvoll: MV ist längst nicht mehr nur Urlaubsland, sondern ein hochattraktiver Raum für neues Denken und Arbeiten.
Mehr als Business – Der Mensch hinter der Idee
Neben Workshops, Mentorings und Pitches spielte auch das Thema Mental Health eine zentrale Rolle. Wie wichtig Accelerator-Programme wie die Founders Bay sind, um herausragende Köpfe langfristig an unser Bundesland zu binden, zeigt das Beispiel von Lukas Bosch, dem Gründer von Holy Crab. Lukas war selbst Teilnehmer in einem früheren Batch und bringt seine wertvollen Erfahrungen nun zurück in die Community von MV.
Auf der Bühne sprach er schonungslos offen darüber, wie sich Unternehmertum verändert, wenn die Verantwortung wächst. Ein Satz blieb dabei besonders im Gedächtnis:
"Ich bin nicht schlecht im Delegieren. Es war einfach niemand da, an den ich hätte delegieren können."
Ein ehrlicher Einblick in die Realität vieler Gründer*innen. Heute hat Lukas bewusst einen Schritt zurück gemacht und nutzt ein Sabbatical, um neue Perspektiven zu gewinnen. Er ist ein fantastisches Vorbild dafür, dass nachhaltiges Unternehmertum nicht nur wirtschaftliches Wachstum bedeutet, sondern auch die Verantwortung, Raum für das eigene Leben und die eigene Gesundheit zu schaffen. Dass wir durch die Founders Bay solche Vorbilder hier in MV haben, ist unglaublich wertvoll.

Wissen in die Region bringen
Genau wegen solcher Geschichten und Begegnungen bin ich mit so viel Herzblut Digitalisierungslotsin. Für mich ist es der Kern meiner Arbeit: Menschen zusammenbringen, Wissen zugänglich machen und Brücken zwischen unserer regionalen Wirtschaft und innovativen Startups schlagen.
Der Partner Day auf Rügen hat mir einmal mehr gezeigt, welches Potenzial entsteht und welche Strahlkraft Mecklenburg-Vorpommern entfaltet, wenn Netzwerke wachsen und kluge Ideen hier bei uns den perfekten Raum finden.
von Maria Decker, Digitalisierungslotsin im ländlichen Raum/ Vorpommern-Rügen/ DigitalesMV/ PorjectBay/MakerPort
_edited.png)


